Sind Sie schon einmal mit einem Pedersen-Fahrrad gefahren? Noch nie? Dann haben Sie in Ihrem Leben ein Glücksgefühl verpasst! Steigen Sie auf und spüren sie den Geist, die πνεῦμα (Pneuma), die dieses wunderbare Gefährt verbreitet.
Die Critical Mass ist eine Aktionsform, bei der sich viele Radfahrerinnen und Radfahrer zu einer Gruppe zusammenschließen. Der Dreh an der Sache: Ein sogenannter Verband, sofern er für andere Verkehrsteilnehmer gut erkennbar ist, genießt besondere Rechte. Die Beteiligten dürfen während der Fahrt auch mit dem Nebenmann und der Nebenfrau plaudern. Die Straßenverkehrsordung sagt nämlich:
Autos sind wichtiger als Max. Parkplätze sind wichtiger als Spielplätze.
Das ist Max, er lebt in Köln, am Oberländer Wall. Dort geht es eng zu. Platz zum Spielen ist knapp. Platz zum Parken ist knapp. Nun fragt sich Max, was wichtiger ist, Spielplatz oder Parkplatz? Die Erwachsenen sagen: Parkplätze sind wichtiger. Dafür haben sie sogar ein Gesetz erlassen, die Stellplatz-Nachweispflicht. Wenn eine Kita gebaut oder vergrößert wird, dann muss da auch genug Platz sein – für die Autos von den Erwachsenen. Das Bauaufsichtsamt überwacht alles genau.
Luxus muss sein – auch für Radfahrer und Bahnkunden. Für Bahnreisen nach Frankfurt, auch mit Fahrrad im ICE, gönne ich mir gerne ein Erste-Klasse-Ticket. Auf diese Weise erhalte ich mit dem Flexpreis (nicht mit dem Sparpreis oder Super-Sparpreis!) einen Zugang zum Erste-Klasse-Bereich in der DB-Lounge im Hauptbahnhof. Erste Klasse heißt: Freibier & kostenlose Speisen. Hinweis: Bitte beachten Sie mögliche Beschränkungen wegen Corona!
Noch vor zehn Jahren war die Verkehrserziehung vor allem auf Schulkinder ausgerichtet. Als Folge dieser kindorientierten Pädagogik purzelten die Autos nur so über die Straßen. Doch die Zeiten haben sich geändert. Die Verkehrserziehung ist moderner und vielfältiger geworden.
Fahr auf dem Radweg! – haben sie gesagt. Alle, die mit dem Fahrrad von A nach B möchten, kriegen sowas um die Ohren gehauen. Dabei würden wir es liebend gerne tun. Wenn der Radweg zum Radfahren geeignet wäre.
Arbeitsplätze im Mittelstand? Die gibt es in der Fahrradindustrie. Die Radkolumne präsentiert Teil 1 der Übersicht. Wenn ihr ein Unternehmen vermisst, schreibt es bitte in die Kommentare – die vergessene Firma landet dann in Teil 2 dieser kleinen Serie. 🙂
Früher war Ölkrise und alles besser, da gab es nämlich den autofreien Sonntag, und zwar an vier Tagen im Jahr 1973: dem 25. November und dem 2., dem 9. und dem 16. Dezember. Die Autobahnen waren leer und die Straßen voller Fußgänger und Radfahrer. Und alle Bürgerinnen und Bürger, auch die motorisierten, genossen sichtlich den Urlaub vom Auto.
Berliner FDP und frische Luft? Passt nicht zusammen!
Die Radkolumne zerstört die FDP: Die FDP ist nach Eigenverständnis die Partei der Freiheit, des Fortschritts und der persönlichen Verantwortung. Da müsste das Fahrrad ja das Lieblings-Verkehrsmittel der Liberalen sein, ermöglicht es doch die freie Fortbewegung aus eigener Leistung.
In meinem Bekanntenkreis, als Radfahrer gelte ich dort als Sonderling, existieren zwei Tabuzonen: Berlin und die Schweiz. Im Chaos von Berlin droht die Beschädigung des Autos. Das ist schlimm. Aber die saubere Schweiz ist noch schlimmer. Noch viel schlimmer.
Radfahrer sind Faulpelze. Radfahrer waschen sich nicht. Radfahrer drehen den ganzen Tag am Joint. Ihr Soziologie-Studium haben sie nach siebzehn Semestern abgebrochen. Einer geregelten Arbeit gehen sie nicht nach, deswegen können sie sich keinen Porsche leisten, ja nicht einmal einen VW-Bus. Ihnen bleibt nur ein ein klappriges Fahrrad! Mit denen stimmt doch was nicht.
Sind Autofahrer rücksichtsloser als Radfahrer? Nein, aber die Verkehrsplaner sind es! Ihr Weltbild stammt noch aus dem vergangenen Jahrhundert, aus der versunkenen Epoche der autogerechten Dörfer und Städte. Das Mantra dieser Zeit hieß: