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Über die Radkolumne

Über die Radkolumne
Die Radkolumne. Fahrradblog über das Stadtradeln.

Über die Radkolumne: Die Radkolumne ist das Zentralorgan der unterdrückten Radfahrerinnen und Radfahrer. Die Mission: So, wie es heute auf den Straßen zu geht, darf es nicht bleiben! Wir entwerfen die Stadt der Zukunft.

Radfahren in der Stadt der Zukunft

Die Radkolumne entwirft die Stadt der Zukunft: Welche Voraussetzungen müssen vorliegen, damit sich die Menschen in der Stadt möglichst frei bewegen können? Wie leistungsfähig ist der Mix aus Fußverkehr, Radverkehr und ÖPNV? Und welchen Platz nehmen die Autos in der Stadt der Zukunft ein?

Und andere Fahrrad-Themen?

Radfahrer auf der Autobahn.
Themen der Radkolumne: Politik, aber auch Satire.

Nur Verkehrspolitik? Das hält ja kein Mensch aus! Zwischendurch gibt es deshalb auch was für das Gemüt. Beiträge zu Bonanzarädern, Lastenrädern, Liegerädern und Velomobilen. Unterhaltung, Kultur und Technik-Tipps sind auch dabei. Außerdem jede Menge Fahrradsprüche und Satire. Zum Beispiel zu Lachsradlern und Fahrradautobahnen. Und Grünröcken. Ohne Satire ist der Wahn auf den Straßen nämlich nicht zu ertragen.
Was die Radkolumne nicht bietet, sind Tourentipps und Sport. Das machen andere Blogs besser und dazu schaut ihr hier ins Blogverzeichnis.

Wieso der Name Radkolumne?

Das Wort Kolumne kommt aus dem Print-Journalismus und steht für ein streitlustiges aber auch mit Ironie gewürztes Format. Und genau das soll die Radkolumne auch sein. Es geht nicht nur um die Präsentation von Fakten, sondern auch die Zuspitzung von Meinungen. Deswegen übertreibt es die Radkolumne auch manchmal … und trifft die Falschen, die Fußgänger.

Seit wann gibt es die Radkolumne?

Seit wann gibt es die Radkolumne? Geboren wurde sie am 3. Juni 2018, dem ersten Welttag des Fahrrads. Vater dieses Jubeltags war der Europäische Tag des Fahrrads, der wurde nämlich am 3. Juni 1998 geboren.
PS: Warum das gerade der 3. Juni ist, weiß ich nicht. Karl Drais, der Erfinder des Fahrrad erblickte an einem 29. April (1785) das Licht der Welt und starb am 10. Dezember 1851. Da gibt es also keinen Bezug. Ich nehme an, der 3. Juni war bei den Vereinten Nationen noch nicht für einen anderen Welttag belegt.

Wo gibt es die Radkolumne noch?

Die Radkolumne ist täglich auch auf Twitter unterwegs und bietet dort bestes Entertainment. Mit über 5000, 6000, 7000 Followern zählt sie zu den großen Accounts der legendären Twitter-Fahrradbubble. Und: Die Radkolumne ist der Schrecken der Hardcore-Autofahrer. Da gibt es dann auch verbalen Zoff. Von der Berliner FDP wurde die Radkolumne geblockt. Hey Leute, was geht … 😉
Außerdem gibt es noch eine kleine Radkolumne-Präsenz auf Facebook. Geplant ist für 2021 auch die Veröffentlichung von einigen Videos auf YouTube. Lasst euch überraschen!

Ist die Radkolumne von den Grünen?

Die Radkolumne ist unabhängig, frei von Werbung und keiner Partei zugehörig. Aber sie nimmt natürlich die Parteiprogramme unter die Lupe. Um es mal freundlich auszudrücken: Die verkehrspolitischen Vorstellungen von CDU und FDP sind manchmal etwas antiquiert. Dieses Phänomen der Distanziertheit konservativer Parteien zum unkomplizierten Forrtbewegen ist aber nicht nur auf Deutschland beschränkt. Wer treibt denn die Verkehrswende voran? Sozialistinnen wie Anne Hidalgo in Paris, Grüne wie Anni Sinnemäki in Helsinki und Ökologinnen wie Sonja Haider in München. Allerdings gibt es Ausnahmen, und das auf höchster Ebene. Als fahrradfreundlich bekannt sind der britische Premier Boris Johnson (Conservative Party) und der niederländische Staatschef Mark Rutte (Partei für Freiheit und Demokratie).
PS: Manchmal kommen auf der Radkolumne auch Politikerinnen und Politiker direkt zu Wort. Für ein Interview zum Radentscheid in München stand die „Radlstadträtin“ Sonja Haider (ÖDP) Rede und Antwort.

Wie oft erscheinen neue Beiträge?

Neues gibt es etwa alle 3 bis 4 Tage. Parallel dazu werden aber einige ältere Beiträge immer mal wieder aktualisiert und ergänzt, zum Beispiel die große Fahrrad-Sprüchesammlung. Aktuell (Januar 2021) sind es etwa 50 Sprüche, bis zum Jahresende sind 100 anvisiert.

Wie viele Leserinnen und Leser hat die Radkolumne?

Zur Messung des Traffics setzt die Radkolumne das datenschutzgerechte Tool Statify ein. Die Anzahl der Seitenzugriffe liegt im Durchschnitt bei etwa 600 pro Tag. Ein grobe Schätzung: Bei einem Aufruf von 2 bis 3 Beiträgen pro User wird die Radkolumne täglich von etwa 200 bis 300 Personen gelesen.

Ich will bei der Radkolumne mitmachen!

Zum Mitmachen bei der Radkolumne gibt es drei Möglichkeiten:

  • Einen Kommentar schreiben
  • Ein Interview geben
  • Einen Gastbeitrag schreiben

Einen Kommentar schreiben

Kommentare? Ja, dafür sind die Blogbeiträge ja da. Auf der Radkolumne darf und soll auch gestritten werden, veröffentlicht werden auch Kommentare, die ordentlich contra geben. Was nicht veröffentlicht wird, sind persönliche Beleidigungen, Aufrufe zu Hass und Gewalt oder Beiträge, die gegen Gesetze verstoßen.

Ein Interview geben

Die Radkolumne führt auch Interviews durch, Rede und Antwort stand zum Beispiel die Münchner Politikerin Sonja Haider.

Einen Gastbeitrag schreiben

Die Radkolumne veröffentlicht auch Gastbeiträge, ein Beispiel findest du hier: Nase an Nase in Fahrradstraße. Du hast eine gute Idee für einen Gastbeitrag zum Thema Fahrrad und Spaß am Schreiben? Dann schicke eine Mail an radkolumne @ web.de oder nimm auf Twitter Kontakt mit der Radkolummne auf: https://twitter.com/radkolumne

Warum gibt es die Radkolumne?

Dass es mit dem Autoverkehr so nicht so weitergehen kann, lässt sich jeden Tag auf der Fahrt zur Arbeit beobachten. Die Städte haben sich dem Auto unterworfen. Es ist schon eine Schlagzeile wert, wenn Kinder zur Schule laufen. Da stimmt doch was nicht.
Alle 22 Stunden stirbt in Deutschland eine Radfahrerin oder ein Radfahrer – hingerichtet durch die autozentrierte Verkehrsplanung. Was mich besonders nervt: Die Zahl der besonders gefährlichen Autos, der SUV-Panzer und der Pickups, nimmt immer weiter zu.

Bewirkt die Radkolumne irgend etwas?

Verkehrschaos in Frankfurt
Die autogerechte Verkehrsplanung, wie hier in Frankfurt am Casella-Eck, ist für Fußgänger und Radfahrer ein Alptraum.

Was nützen die Radkolumne und andere Fahrradblogs? Was verändern die konkret in den Städten? Naja, es kann bestimmt nicht schaden, das ganze Elend und den ganzen Wahnsinn der „autogerechten Stadt“ mal zu dokumentieren und zu zerlegen. Und dann Alternativen aufzuzeigen, oder klitzekleine Fortschritte wie in Berlin, der Stadt des ersten Radentscheids. Vielleicht sind unter den Leserinnen und Lesern ja doch einige, die ihr Herz für die Verkehrswende entdecken und ihr Auto gegen ein Lastenrad eintauschen. Oder Politikerinnen und Politiker, die sich auf der Radkolumne mit Argumenten versorgen – damit auch in Deutschland die Stadt der Zukunft entsteht.

Die Stadt der Zukunft

Die Stadt der Zukunft ist, wie ein Blick in die europäischen Metropolen zeigt, gar nicht so weit weg. Wie schnell sich eine Auto- in eine Fahrrad verwandeln kann, zeigt Paris. Noch vor einem Jahrzehnt war es einfach nur halsbrecherisch, sich durch die Stadt an der Seine zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu bewegen.

Fahrradstadt Paris

Paris als Alptraum von Fußgängern und Radfahrren? Das war mal, denn 2014 wendete sich das Blatt. In diesem Jahr wurde Anne Hidalgo zur ersten Bürgermeisterin von Paris gewählt, der ersten Frau in diesem Amt. Sie baute das Straßenbahnnetz aus, förderte das Radverleih-System Velib und befreite weite Teile des Seine-Ufers vom Autoverkehr.
Anne Hildalgo ist die erste Fahrrad-Bürgermeisterin der Welt. Und das beste ist: Sie wurde 2020 von der Pariserinnen und Parisern wiedergewählt, also für ihre Weniger-Auto-Politik bestätigt. Und Paris ist nicht die einzige erfolgreiche Verkehrswende-Stadt.

Vision Zero in Helsinki

Beim Stichwort Fahrrad denkt zwar niemand sofort an Helsinki, aber die finnische Hauptstadt ist für die Verkehrswende von großer Bedeutung. In der 632.000-Einwohner Stadt sind 2019 nämlich zum ersten Mal seit den Aufzeichnungen in den 60er-Jahren null Fußgängerinnen und null Fahrradfahrer ums Leben gekommen. Seit 2015 ist kein Kind mehr zum tödlichen Opfer eines Verkehrsunfalls geworden. Wie in Paris hat auch in Helsinki eine Frau den maßgeblichen Anteil an der menschenfreundlichen Umgestaltung, nämlich die Vize-Bürgermeisterin Anni Sinnemäki. Sinnemäki, 1973 geboren, und war zunächst Abegordnete im finnischen Parlament. Ihren Parlamentssitz hat sie 2015 augegeben, um sich mit voller Kraft auf die Stadtplanung in Helsinki zu konzentrieren. Ihre Rezepte für Vision Zero: Tempo 30 im Zentrum und in den Wohngebieten, Tempo 40 in Durchgangsstraßen.
Zum Vergleich: Stuttgart hat fast genau die gleiche Einwohnerzahl wie Helsinki, aber pro Jahr lassen etwa sieben Menschen auf den Straßen der Schwabenmetropole ihr Leben. Quelle: SWR.

Oslo, Amsterdam und Kopenhagen

Paris und Helsinki sind nur zwei Beispiele für die Stadt der Zukunft. Vergleichbar mit Helsinki ist Oslo. Auch in der norwegischen Hauptstadt kamem 2019 null Fußgänger und Radfahrerinnen zu Tode. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die „traditionellen“ Fahrradstädte wie Amsterdam und Kopenhagen. Warum die Anführungszeichen? Weil diese beiden Städte vor 40 Jahren noch so grausam und unerbittlich waren, wie es Stuttgart und Wiesbaden heute noch sind. Es gibt nämlich kein Fahrrad-Gen der Niederländer und Dänen, es gibt nur richtige und falsche Politik. Und es gibt, verdammt nochmal, die Möglichkeit zur Kursänderung. Schluss mit dem Autowahn!

Schluss mit dem Autowahn!

Es wird Zeit für eine Verkehrspolitik, die dem Autowahn ein Ende bereitet. Die Straßen müssen auch in deutschen Städten für Fußgängerinnen und Radfahrer wieder geöffnet werden. Mit der Verbannung der Autos gewinnen die Bürgerinnen und Bürger ihre Freiheit zurück. Sie laufen wieder zum Bäcker und sie sitzen wieder draußen im Café.
Jedenfalls in normalen Zeiten, denn während ich diesen Beitrag aktualisiere, es ist Januar 2021, sind die Cafes geschlossen. Aber irgendwann ist Corona ja auch wieder vorbei!

Was muss in den Städten passieren?

Einfach nur die Autos aussperren? Das ist zu wenig, und auch höhere Bußgelder und Verkehrserziehung lösen die Probleme nicht. Besser ist eine Fahrrad-Infrastruktur, die den Namen auch verdient. Weil sie das stressfreie Radeln für alle ermöglicht, für die siebenjährige Tochter und den hundertsiebenjährigen Opa. Was bisher an Radwegen und Fahrradstraßen existiert, ist zu wenig und zu schlecht. Es gibt überall nur Flickwerk und keine autofreien Magistralen für Fußgänger, Radfahrerinnen und Straßenbahnen. Es gibt keine grünen Wellen für Radfahrer. Es gibt zu wenige Fahrrad-Parkhäuser. Es gibt in kaum einer deutschen Stadt eine zentrale Brücke, die angst- und konfliktfrei von Fußgängern und Radfahrern benutzt werden kann. Dafür gibt es lebensgefährliche Fahrradstraßen, verhunzte Radstreifen und allerlei Empfehlungen, die das Radfahren zur umständlichen Prozedur verklären: Helme, Westen, leuchtende Handschuhe … aber in keiner einzigen deutschen Stadt gibt es eine Absenkung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h oder ein Einfahrverbot für Jeeps, SUVs und Pickups.
Für die Radkolumne gibt es noch viel zu schreiben …

Wer schreibt hier?

  • Hier schreibt der Fahrradfreak Bernd Schmitt. Kontakt: radkolumne @ web.de
  • Impressum

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4 Gedanken zu „Über die Radkolumne

  1. So von FahrradFreak zu Fahrrad-Freak oder auch Bernd zu Bernd : ich finde deine Radkolumne wichtig und gut Deine Inhalte/Recherchen/Fakten erweitern auch meinen Velo-Horizont;-)
    Also erstmal DANKE gesagt!
    Werde weiter mitlesen und kommentieren
    und naürlich radeln (vll. mal wieder zusammen mit dir)
    LG Bernd

    1. Hi Bernd,
      danke für das Feedback.. es ist schon komisch, jahrelange hab ich andere Projekte betreut und Bücher geschrieben, aber das jetzt ist das erste eigene Projekt, das läuft. Mein Fazit: Professionalität, Design, Fotos.. alles schön und gut, aber das Wichtigste ist halt immer noch der Spirit. Im Moment träume ich von der ersten bewirtschafteten Radstätte.. so an einem frequentieren Radschnellweg mit Drive-In und Servicestation. Eine spinnerte Idee? Ja, aber vor 30 Jahren hätte ich auch nie gedacht, dass es Leihradsysteme und Radschnellwege geben würde…im Momente mach ich noch Marketing für mein Buch 5, danach gerne mal wieder Kassel, jetzt wo da ein Radentscheid startet 😉

  2. Hallo ihr RadKolumnisten!

    Klingt schon fast wie Radkommunisten, und so ähnlich wird man ja manchmal beschimpft wenn man sich für so unverschämte Dinge einsetzt, wie mehr Platz für Fahrräder (ob fahrend oder parkend) und das auf Platzkosten des Heiligs Blechle geschehen soll.
    Gibt es eine Benachrichtigungsfunktion für neue Beiträge? Ich konnte nichts finden. Wäre praktisch, weil ich sicher vergesse regelmässig vorbeizuschauen und mir so neue Einträge entgehen.
    1000 Dank für eure tollen Beiträge.

    1. Hallo Uwe,
      vielen Dank für das Feedback, das hört der Oberkommu- äh Kolumnist gerne. Eigentlich bin ich eher so grün-liberal, aber die FDP’ler sind mir zu Lieblingsgegnern geworden, weil sie den modernen Individualverkehr scheuen wie der Teufel das Weihwasser (jedenfalls die Raserheinis von der FDP-Spitze). Noch hat es hier keine Benachrichtigungsfunktion, aber das ist eine gute Idee. Werde das mal einbauen. 🙂
      Viele Grüße,
      Bernd

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