Rettet das Bonanzarad !

Bonanzarad
Es ist Liebe: Das Bonanzarad.

Born to be Wild! Was waren das für wunderbare Zeiten, in den 70ern, als das Bonanzarad die Hinterhöfe eroberten. Die Kennzeichen: Bananensattel, Überrollbügel und ein klobiger Schalthebel zwischen den Beinen. Für den richtigen Sound sorgte ein mit Wäscheklammern befestigter Bierdeckel, der in den Speichen knatterte. Die Anführer der Radposer-Gangs waren am Fuchsschwanz und den Nabenputzringen erkennen.

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Die Rauschbrille des ADAC

Schriftzug Rauschbrille
Die Rauschbrille des ADAC.

Darauf wäre ich im Traum nicht gekommen, dass ich einmal eine Lehrstunde beim ADAC verbringen würde. Darf man sowas als Fahrradfahrer überhaupt? Man muss! Man muss sich in die Sphäre der Auto-darf-alles-Aktivisten begeben, um ihre Weltsicht zu begreifen. Also bin ich tapfer zu den großen ADAC-Zelten gegangen, die da auf einmal in der Fußgängerzone standen. Die ADAC-Verkehrserzieher waren auf Tour und die Radkolumne hat sich belehren lassen.

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Climatical Mass

Climatical Mass: Radfahren in Hmaburg
In Hamburg startet die Climatical Mass.

Am 5.7.2019 startet in Hamburg die Climatical Mass. Co-Organisator Stefan Müller im Interview mit der Radkolumne.

Stefan, erzähl mal was über die Hamburger Rad-Verhältnisse. Was hat sich getan?

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Verbotskultur

Verbotskultur!
Kettensäge in die Kita mitbringen? Verboten!

Was heutzutage nicht alles verboten ist … überall sind die Bürgerinnen und Bürger in ihrer Freiheit eingeschränkt. Es ist ganz schlimm. Ein paar Beispiele der Verbotskultur gefällig? Bitte sehr:

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Tempo 30 und der ADAC

Tempo 30
Innerorts Tempo 30 oder Menschenverstand. Man kann nicht beides haben.

Stellen Sie sich mal vor, die Autofahrer wären in den Städten mit Tempo 30 unterwegs. Eine wahre Apokalypse würde uns heimsuchen: Kinderleichen auf den Straßen, giftige Wolken über den Häusern. Das glauben Sie nicht? Dann haben Sie die Verkündigungen der ADAC-Propheten noch nicht empfangen.

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Rad statt Ritalin

Ritalin.
Gegen den Zappelphilipp hilft eine geballte Ladung Ritalin. Sagen die Experten.

Jetzt ist es wieder so weit, die Schule beginnt. Doch wer an einer Lehrerzimmertüre lauscht, hört ein großes Wehklagen: Immer mehr Schülerinnen und Schüler sind hyperaktiv, also vom Zappelphilipp-Syndrom betroffen. Nun stammt der Zappelphilipp ja aus dem Struwwelpeter, ganz neu ist das Phänomen also nicht. Relativ neu ist allerdings das Gegenmittel.

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Mit dem Rad zum Bäcker

Mit dem Rad zum Bäcker
Rad-Aktivist*innen immer dreister. Jetzt wollen sie zum Bäcker.

Die Fahrrad-Fanatiker werden immer dreister. Jetzt wollen sie schon zur Arbeit radeln und sogar zum Bäcker. Brötchen holen, am liebsten „einfach so“, ohne Helm und Weste. Und ihre Kinder sollen angstfrei zur Schule, aus eigenem Antrieb. Radfahrer sind gefährliche Individualisten, an denen Deutschland noch zugrunde gehen wird. Was tun?

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CDU. Mit D wie Diesel.

Frühkindliche Dieselgewöhnung.

Tempolimit, Dieselverbot und Umwelthilfe … Autofahrer und Steuerzahler, die ja die Straßen finanzieren, leiden entsetzlich. Es gibt zu viele Staus und zu wenig Parkplätze. Entlastung schaffen mehr Straßen und Parkhäuser. …
Die Berliner CDU lebt das 20. Jahrhundert, die Epoche der automobilen Unterwerfung. Das D in CDU steht für Diesel. Das passende Verkehrskonzept:

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Das liberale Fahrradmanifest

Das liberale Fahrradmanifest
Das liberale Fahrradmanifest. Der FDP ins Stammbuch geschrieben.

Die Radkolumne hat sich die Freiheit genommen, das liberale Fahrradmanifest zu entwerfen. Also denn, liebe Liberale, befreit euch aus dem alten SUV-Muff. Streift die ideologischen Fesseln der autogerechten Stadt ab. Setzt euch mit der Zukunft auseinander.

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Geld für’s Lastenrad

Lastenradprämie
Lastenrad-Kaufprämie. Welche Förderung kann ich in Anspruch nehmen?

Welche Lastenrad-Förderung kann ich in Anspruch nehmen? Bund, Länder und Kommunen bieten unterschiedliche Programme zur Förderung von Lastenrädern. Die Liste wird laufend aktualisiert (Stand: Januar 2019). Bitte beachten Sie, dass die Programme nur in Ausnahmefällen kombiniert werden dürfen. Alle Angaben sind ohne Gewähr.

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Aufstand in Wolfratshausen

Wolratshausen.
Aufstand in Wolfratshausen. Autos werden abgewrackt.

Autos raus aus den Städten. Autos raus aus den Dörfern. Der Aufstand hat begonnen. Sein Herz schlägt im tiefsten Bayern, zwischen dem Starnberger See und dem Hofoldinger Forst, dem Landstrich der glücklichen Kühe und satten CSU-Mehrheiten. Dort, wo die Radkappen der SUVs nach der Sonntagsmesse blank poliert werden. Wolfratshausen hat zum 1.1.2019 die Revolution ausgerufen. Ab Januar wird abgewrackt – aber richtig!

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12 Radfahrer-Typen

Welcher Radfahrtyp bin ich?  Bild: Deutsche Fotothek. CC BY-SA 3.0. Wikimedia Commons.

Helden sind sie alle, die Radfahrerinnen und Radfahrer.  Aber man darf nicht alles über einen Kamm scheren, was sich in den Sattel schwingt, denn dafür sind die Charaktere  viel zu unterschiedlich. Eine kleine Übersicht der 12 wichtigsten und witzigsten Radfahr-Typen:

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Nase an Nase in Fahrradstraße

Fahrradstraße
Auf einer Fahrradstraße hat das Fahrrad Vorrang.

Wer täglich mit dem Rad zur Arbeit fährt und sonst auch wenig bis kein Auto fährt, erlebt einiges im Straßenverkehr, das Autofahrer eher nicht erleben. Das liegt vor allem an der Wahrnehmung des Verkehrs und der Umgebung: Im besten Fall ist es wunderschön, entspannend und glücklich machend, im schlimmsten Fall nervend, lebensbedrohend und wütend machend. Eins ist es aber immer: unmittelbar.

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Autostadt Riad

Impression aus der Autostadt Riad. Bild: Von Diken81 – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

Viele Autofahrer sind von den frechen Ansprüchen der Radler total genervt. Sie wünschen sich die Siebziger Jahre zurück – die paradiesische Zeit, in der die deutschen Städte autogerecht umgestaltet wurden. Wer heute noch wissen will, wie schön es damals bei uns war, sollte einen Flug nach Riad buchen, der Hauptstadt von Saudi-Arabien. Dort haben Radfahrer nichts zu melden, und Radfahrerinnen noch weniger. Die Religionspolizei hat nämlich eine Fahrradfatwa erlassen, die Frauen mit komplizierten Vorschriften vom sündigen Radeln abhält.

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SUVs brauchen Filter

SUV-Filter
Schadzeugfilter schützen Bürgerinnen und Bürger vor der Bedrohung durch SUVs und Pickups.

Neulich beim Abschlussball durfte ich an unserem Tisch ein kleines Gespräch aufschnappen. Da fragte eine elegant gekleidete Dame in die Runde: „Wie seid ihr da?“ Die Antwort eines Herren am Tisch: „Wir sind nicht mit unserem SUV da, sondern dem kleinen Auto, weil das Parkhaus so eng ist.“ Mein Gedanke: Wenn enge Parkhäuser die SUVs so wirkungsvoll ausfiltern, warum nicht dieses Prinzip auf die ganze Stadt übertragen?

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Verkehrsmittel frei wählen!

Verkehrsmittel
Fahrverbote und Zwang – nein danke! Im liberalen Staat wählen die Bürgerinnen und Bürger ihre Verkehrsmittel selbst aus.

Zu einem freien Staat gehört die freie Wahl des Verkehrsmittels. Ob Fahrrad, Bahn, Auto oder die eigenen Füße – das wollen Bürgerinnen und Bürger selbst entscheiden. Allerdings ist die Verkehrsfläche begrenzt, insbesondere in den Städten. Man kann nur dann gleichzeitig alle Verkehrsmittel beschleunigen, wenn die Wohnhäuser abgerissen werden.
Sowas planen nur die Schildbürger – oder deren komplett durchgeknallte Nachfahren in Essen, wo ernsthaft ein „Häuserabriss für bessere Luft“ diskutiert wird. Vernünftiger und demokratischer ist ein Kompromiss.

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2030: Berlin ist autofrei

Berlin autofrei
Wir schreiben das Jahr 2030. Die Berlinerinnen und Berliner schnuppern autofreie Luft. 

Berlin 2030: Sanft surrt der Verkehr in der Fahrrad-Hauptstadt. Im Tiergarten mischt sich leises Rollen mit Vogelgesang. Ab und zu hört man ein Klingeln oder den tiefen Bass aus der Boombox eines Cruiserbikes, aber ansonsten ist das Leben sehr entspannt. Nur die Älteren erinnern sich noch an die Zeit, als die Stadt an der Spree für Autos freigegeben war. Doch mit Ausnahme einiger ADAC-Veteranen und CDU-Politiker möchte niemand das Rad wieder zurückdrehen. Selbst die FDP hat sich zur Fahrradpartei gewendet. Auf Wahlplakaten posiert Christian Lindner auf seinem Fatbike.

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Freilauf Crowdfunding

Crowdfunding Magazin.
Crowdfunding für das Freilauf-Magazin – noch bis zum 15.12.2018.

Für die Liebhaber ist Radfahren viel mehr als eine Fortbewegungsart. Radfahren ist Individualität & Critical Mass. Radfahren ist Lebensstil & Protest. Radfahren ist Sport & Schweiß – oder Posen & Schweißen, wenn man in der Tretharleyszene unterwegs ist (Grüße an die Fulle Ridaz).
Kurz: Fahrrad ist Rock & Roll.

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Mehr Fahrradstationen bitte!

Fahrradstation Karlsruhe
Fahrradstation Karlsruhe Bahnhof Süd.

Stau in den Städten? Das muss nicht sein. Verkehrswende heißt, das ineffektive Auto durch das bessere Fortbewegungsmittel zu ersetzen – das Fahrrad. Gelingen kann die autofreie Stadt aber nur mit der entsprechenden Infrastruktur. Wichtige Bausteine sind die Fahrradstationen. Die Radkolumne hat sich mal in Karlsruhe umgesehen. Hier wurde im Sommer 2018 die neue Fahrradstation Hauptbahnhof Süd eröffnet.

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Visionär Adam Opel

Ein Fahrrad von Opel.
Opel bürgt für höchste Qualität.

Ständig diese Beiträge über SUV’ler, Raser und Dieselbetrüger … bei Autoherstellern genießt die Radkolumne, um es vorsichtig auszudrücken, keinen guten Ruf. Wer hier liest oder gar wohlwollend kommentiert, setzt sich dem Verdacht der Technikfeindlichkeit aus. Damit dieses Zerrbild wieder gerade gerückt wird, widmet sich die Radkolumne heute einem Pionier des deutschen Fahrzeugbaus: Adam Opel.

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Unfallstadt München

Unfallstadt München
Unfälle häufen sich. München ist für Kinder eine gefährliche Stadt.

München ist eine urige Millionenstadt und im Vergleich zu Berlin viel sicherer? Von wegen! München zählt zu den gefährlichsten Städten Deutschlands. An der Isar lernen die Kinder das Fürchten und Beten.
Die Autos sind die Bestimmer. Geh‘ bei Grün? Gar nicht so einfach, denn in München parken Fahrer ihren Jeep auch gerne dem Überweg. Für die Polizei ist gefährliches Parken nur ein Kavaliersdelikt.

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Wer muss sich anpassen?

Anpassung
Wer muss sich anpassen? Autofahrer oder Fußgänger und Radfahrer?

Zur dunklen Jahreszeit erhalten langsamere Verkehrsteilnehmer immer wieder allerlei Ratschläge, wie sie sich zu kleiden haben, damit sie nicht angefahren oder überfahren werden.
Damit wird suggeriert, wer bei einem Unfall die Schuld trägt: Der nicht angepasste Fußgänger oder Radler. Entlastet wird dagegen der Autofahrer. Er darf damit rechnen, dass sich die anderen auf ihn einstellen. In einer Pressemitteilung der dpa (Deutsche Presseagentur), die von vielen Zeitungen übernommen wurde, heißt es beispielsweise:

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Parkplatzbeweiner

Die Parkplatzbeweiner.
Die Parkplatzbeweiner. Sie trauern um das, was ihnen am liebsten ist.

Alles ist vergänglich, auch der geliebte Parkplatz – vor der eigenen Haustüre und vor dem Fitnessstudio. Während der dunklen Jahreszeit spüren die Autofahrerinnen und Autofahrer die Unsicherheit des Daseins besonders intensiv. Im Anblick der finsteren Straßenränder, an denen kein Blech mehr ein Zuhause hat, vergießen sie bittere Tränen.
Wo Parkplätze vernichtet wurden, sind sie da: Die Parkplatzbeweiner.

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Berlin kippt Fahrverbote

Berlin beendet Fahrverbote.
Berlin beendet Fahrverbote.

Fahrverbote werden auf unterschiedliche Weise verhängt.
Für Autofahrer ist ein Verbot leicht zu erkennen – am Verkehrszeichen mit dem roten Kreis.
Subtiler funktionieren Fahrverbote für Radfahrer. Angeordnet werden sie nämlich sehr selten durch eine Beschilderung. In der Regel sind es Eltern und Angehörige, die Fahrverbote verhängen – aus Sorge um Leib und Leben ihrer Kinder und Verwandten. Weil die ungeschützten Radfahrer „durch den Verkehr“ müssen, gemeint sind die Autofahrer, heißt es dann:

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