Rasen statt Rasen

Rasengleis
Rasen statt Rasen.

Der Mensch ist von Natur aus gut (sagt Rousseau). Doch sobald er ein Verkehrsmittel benutzt, beginnt der Kampf alle gegen alle (sagt Hobbes). Dann verfällt er in Raserei und mäht mit seinem Gefährt nieder, was sich ihm in den Weg stellt (sagt die Radkolumne).

Autos auf den Gleisen

Hart erwischt es die Straßenbahn. Wo Schienen befahrbar sind, werden sie auch befahren. Die Porsches rasen darauf herum. Die Lieferautos zwingen die Bahnen zur Schleichfahrt. Die fetten SUVs parken auf den Gleisen.
Poller, Schilder und Straßenmalerei nützen da gar nix. Die Straßenbahn-Schaffner und Ihre Fahrgäste werden von den Automachos vorgeführt. Und dann sind die PS-Protzer auch noch beleidigt, weil sie es einfach nicht begreifen können, dass Nicht-Autofahrer auf asphaltiertem Terrain überhaupt eine Existenzberechtigung haben.

Radler in den Gleisen

So richtig glücklich sind auch die Radfahrer nicht über frei liegende Gleise. Beim Überkreuzen sind sie nämlich eine Sturzgefahr, insbesondere bei Feuchtigkeit von außen (Regen) oder von innen (ein Radler zu viel).

Glück auf dem Rasen

Wo auf der Welt, und gar in der Verkehrspolitik, gibt es schon perfekte Lösungen? Bei der guten alten Straßenbahn. Baut Rasengleise, dann sind alle glücklich: Die Fahrgäste kommen flott ans Ziel, die Autofahrer fühlen sich nicht herausgefordert und die Radfahrer steigen nicht unsanft ab. Tschakka! Das Glück liegt auf dem Rasen.

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