In Bonn wurde die Bonner Autobahnbrücke (Nordbrücke) wegen Baumängeln gesperrt. Jetzt sind alle genervt, denn der Autoverkehr ergießt sich durch die Bonner Stadt, beziehungsweise legt die Stadt lahm.
Der Anti-Fahrrad-Beschluss
Am 11. Juni 2026 kam der Bonner Stadtrat (unter Initiierung des Ratsbündnisses von CDU,SPD und FDP) eine glorreiche Idee:
- Wichtige Bus- und Radspuren, die vorher exklusiv für Bussen und Radverkehr zur Verfügung standen, dürfen wieder von Autos genutzt werden, Radfahrer dürfen diese teilweise nicht mehr nutzen.
- Der ÖPNV ist vom 15. Juni bis Ende Juni 2026 kostenlos, damit weniger Leute das Auto nehmen.
Noch mehr Stau in Bonn
Diese Maßnahmen sollen helfen, den Verkehrsfluss zu verbessern. Was natürlichso nicht funktionieren kann. Ab Montag werden die Bonnerinnen und Bonner, die den kostenlosen Bus nehmen, im Schritttempo vorankommen.
Stadtwerke und ADAC pro Busspuren
Ungehört blieben die Bonner Stadtwerke. Die hatten gewarnt, dass die Busse nun im Stau stehen werden. Und sogar der ADAC (!) sprach sich dagegen aus, die Busspuren zu streichen.
Verkehrs-Knowhow verloren gegangen
Das vorherige Bonner Ratsbündnis unter Leitung der Grünen hatte bei der Verkehrsplanung große Fortschritte gemacht und die Weichen richtig gestellt. Nach der Kommunalwahl von 2025 hat sich dann leider die SPD aus diesem Bündnis verabschiedet und um 180 Grad gedreht. Da ist Verkehrs-Knowhow verloren gegangen. Ein Trauerspiel.
